Pfeffersprays

Pfeffersprays – Einschränkungen und Vorsichtsmaßnahmen

Pfefferspray ist stark reizend und schmerzhaft in den Augen und den Atemwegen. Es soll ausschließlich den Angreifer treffen, keinesfalls Sie selbst. Bei der Wahl des Pfeffersprays haben Sie verschiedene Möglichkeiten. Es ist als Sprühnebel, Strahl, Gel oder Schaum erhältlich. Sie alle haben Ihre Vor- und Nachteile. Junge Frau mit Pfefferspray zur SelbstverteidigungSprühnebel hat z. B.  den Vorteil, dass ein genaues Zielen nicht notwendig ist, es trifft den Angreifer auf jeden Fall. Sprühnebel eignet sich auch bei mehreren Angreifern. Allerdings ist der Nebel sehr wetteranfällig. Bei Regen können Sie ihn nicht verwenden. Steht der Wind ungünstig, setzen Sie sich selbst außer Gefecht. Der Sprühnebel hat außerdem den Nachteil, dass er keine große Reichweite hat. Das ist beim Sprühstrahl anders, der leicht die Distanz von einigen Metern schafft. Hier müssen Sie aber wieder genau zielen, um den Angreifer auch zu treffen. Das Spray können Sie bei leichtem Wind und Regen verwenden.

Pfefferschaum hat vor allem den Pluspunkt, dass Sie sehen können, ob Sie richtig getroffen haben. Den Schaum können Sie außerdem in geschlossenen Räumen anwenden. Die Reichweite ist eher gering. Pfeffergel ist deutlich weniger anfällig bei Wind und Regen. Sie können es auch in geschlossenen Räumen verwenden. Außerdem ist die Reichweite hoch. Allerdings ist ein genaues Zielen erforderlich.

Bei Gefahr auf das Wetter achten?

Natürlich denken Sie in einer bedrohlichen Situation sicher über die Wetterverhältnisse nach. Denken Sie anders! Bevor Sie das Haus verlassen, schauen Sie mit Sicherheit auf das Wetter, um passend gekleidet zu sein. Wenn Sie sich regen- und wasserdicht auf den Weg begeben, denken Sie in Zukunft immer daran: „Ich kann das Pfefferspray nicht verwenden“. Denken und handeln Sie vorausschauend!

Üben Sie!

Pfefferspray, in welcher Ausführung auch immer, ist hochwirksam. Machen Sie sich aber unbedingt vorher mit der Verwendung vertraut. Üben Sie draußen, richten Sie das Spray aber keinesfalls auf Menschen oder Tiere. Schaffen Sie sich ein Ziel, z. B. ein Blatt Papier, das Sie an der Hauswand anbringen. Trainieren Sie aber auch das Ziehen des Sprays. Bitten Sie eine vertraute Person, Ihnen zu helfen. Lassen Sie die Person auf Sie zulaufen. Testen Sie, wie schnell Sie das Spray ziehen können. Bitten Sie Ihren Helfer, Sie am Arm festzuhalten oder Sie zu umarmen. Überlegen Sie nun in Ruhe, wie Sie in den verschiedenen Situationen an das Spray kommen. Wichtig! Bei diesen Übungen geht es nicht darum, dass Ihr Unterstützer Sie davon überzeugen soll, wie schwer es u. U. sein kann, an das Spray zu kommen. Es geht nur um das Trainieren von Bewegungsabläufen. Bedenken Sie, Ihr Angreifer wird nicht wissen, dass Sie ein Abwehrspray mit sich führen. Das ist Ihr Vorteil.